Reisebereicht Fischfluss Cayon - Juni 2008
von Hannelore Thaler

  Als ich das erste Mal mit dem Reisedienst Alpbachtal bei einer Namibia Rundreise durch die Namib fuhr, erinnerte ich mich an einen Artikel in einer Reiterzeitschrift - mit dem Pferd 400 km durch die Namib... das muss ein Traum sein dachte ich damals als ich die endlose Weite bewunderte die Farben und die Lichtspiele....
Nun bin ich schon das zweite Mal unterwegs mit Waldi und ihrem Reitsafari-Team, diesmal ein Trail entlang des Fischfluss Canyons und ich genieße jede Minute. Den Trail durch die Namib bin ich vor 2 Jahren geritten und habe mir beim Erreichen des Atlantiks selbst versprochen wieder zu kommen.

Wir treffen uns beim Info-Center in Windhoek, alles ganz unterschiedliche Leute jung, alt, alle Nationen ob Mann oder Frau, aber alle haben eines gemeinsam sie lieben  die Natur und die Pferde, sind erfahrene Reiter bringen Kondition und Abenteuerlust mit. Sind Sattelfest und das sollte man schon sein handelt es sich bei den Trails nicht um dahin trottende Urlaubspferde sondern gut gerittene Reitpferde an denen ein guter sattelfester Reiter wirklich seine Freude haben kann und am Ende des Trail einen echten Partner und Freund gefunden hat.

Wir haben ca. 370 km vor uns mit den unterschiedlichsten Landschaften, Sand Steine Berge Canyons und immer wieder endlose Weiten.

Die meisten von uns schlafen im Freien auf einem Feldbett im warmen Schlafsack unter dem herrlichen Sternenhimmel Namibias, nur einmal baue ich mir ein Zelt auf...es sieht in dieser Nacht nach Regen und es ist schon sehr kühl für die Jahreszeit. Wir haben ende Mai und es ist jetzt Herbst in Namibia am Tag sehr angenehmes warmes Wetter so dass wir bei einer Mittagsrast mal kurz in den Fluss springen und uns abkühlen, aber am Abend alle eng am Lagerfeuer sitzen und uns von Waldis und Emmas Kochkünsten am offen Feuer verwöhnen lassen.

Bei diesem Trail geht es eher gelassen zu, gemütliches Frühstück, Sandwichs für Mittags einpacken, Wasserflachen auffüllen Schlafsack und Gepäck zusammen packen, Pferde putzen satteln und los geht es zu neuen Abenteuern auf dem Pferderücken. Kein Tag ist wie der andere immer wieder gibt es was zu sehen zu lachen und zu staunen. Lange Galopps von den wir hier nur träumen können, aber auch manchmal notwendig sind um die Strecke in der Zeit zurückzulegen um rechtzeitig den Lagerplatz am Abend zu erreichen. Zebras die uns verwundert beobachten Spingböcke Strauße die unterschiedlichsten Pflanzen die uns Waldi erklärten kann. Ein wirklichen Highlight sind noch die Garubhorses- die Wildpferde der Namib am Ende des Trails, zu denen uns Telane fährt und uns genau Auskunft geben kann nachdem sie ihre Doktorarbeit als Biologin darüber geschrieben hat. Wortlos beobachten wir die Pferdeherde im Sonnenuntergang hören ihr schnauben und wiehern und sind wieder einmal beeindruckt von diesem Naturschauspiel.

Nach 12 Tagen heißt es Abschied nehmen von der Crew den Pferden unseren Rittführern und unserer Reiterfreunden mit denen wir mittlerweile zu einer großen Familie zusammen gewachsen sind. Noch ein letztes Abschlussessen an einem richtigen Tisch mit vielen Trinksprüchen und etwas Wehmut und dann trennen sich unsere Wege wieder in die unterschiedlichsten Richtungen.

Aber vielleicht sehen wir uns beim nächsten Trail...
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